Atelier Irene Bader | Hier ist Malraum | Ausdrucksmalen nach Laurence Fotheringham

Die 5 Ebenen des Ausdrucksmalen

Das Erfahren eines Malprozesses hat etwas Magisches. Das Ergebnis ist ein fertiges Bild, das seine eigene Geschichte erzählt und neue Energie und Lösungen hervorbringen kann, die auch im Alltag noch nachhallen können. Nach Laurence Fotheringham wirkt das Ausdrucksmalen auf fünf verschiedenen Ebenen.

Spielerische Ebene  Genuss, Freude, Sinnlichkeit - Eintauchen in eine Vielfalt leuchtend bunter Farben, spielen, versinken, ausprobieren, erschaffen, verwerfen, etwas riskieren, Neues entdecken, sich austoben, klecksen, klotzen, entspannen, sich etwas gönnen.

Pädagogische Ebene Während eines Malprozesses können Hindernisse auftauchen und die Malenden erleben, flexibel und kreativ auf Veränderungen zu reagieren, neue Lösungen zu finden und umzusetzen. Das stärkt den Selbstwert und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Diese Erfahrungen sind übertragbar auf den Alltag.

Selbsterfahrung  Das Entstehen eines Bildes wirkt wie ein Spiegel. Die Malenden erleben ihre Grenzen, begegnen ihren Mustern, ihrem Licht und ihren Schatten, die Eigenwahrnehmung wird gestärkt, inneres Wachstum gefördert.

Emotional-seelische Ebene  Je konkreter das Bild wird, desto deutlicher werden die Gefühle. Wahrnehmen, durchleben und anerkennen von Gefühlen wie Freude, Trauer, Wut, Angst, Ohnmacht oder Hilflosigkeit befreien und führen zu innerer Klarheit und neuer Lebenskraft.

Spirituelle Ebene  Ein durchlebter Malprozess kann mit Erkenntnis, Wandlung und einer tiefen Erfahrung von Glück und Erfüllung verbunden sein. Im schöpferischen Prozess verbinden wir uns mit unserer Seele.


Wachstum und Entwicklung brauchen Zeit. Für einen wirksamen Entwicklungsprozess empfiehlt sich regelmäßiges Ausdrucksmalen über einen längeren Zeitraum. Die Abstände zwischen den einzelnen Terminen können individuell gewählt werden: wöchentlich, 14-tägig, monatlich, quartalsweise.

Ausdrucksmalen ist keine Therapie und will keine Therapie ersetzen. Und doch hat das Ausdrucksmalen therapeutische Wirkung und kann eine Psychotherapie durch nonverbalen Ausdruck begleiten oder ergänzen oder im Anschluss an Therapie und Klinik das Erreichte weiter festigen. Ausdrucksmalen setzt eigenverantwortliches Handeln voraus.